Raumkosten

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Neben der Miete fallen noch zusätzliche Kosten für Strom, Energie, Nebenkosten, Reinigung und Instandhaltung an.

Die Mietkosten liegen im Branchenschnitt bei rund 5,50 €. Die Spannen bei den Quadratmetermieten gehen von 2 € bis 20 €. Die Energiekosten von Fitnessstudios liegen zwischen 2,80 € und 4,20 € pro qm.

Raumkosten
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Je nach Raumstruktur (Raumhöhe, Gebäudeisolation) und Angebot der Anlage (Sauna, Solarium, Schwimmbecken etc.), fallen die Energiekosten sehr unterschiedlich aus. Falls du Flächen anmietest, kannst du den Vor- oder Vermieter bitten, dir vom Vorjahr eine Leistungsabrechnung zu geben. Das hilft dir beim Planen der Energiekosten.

Zusätzlich stellt der Vermieter Nebenkosten für die Bewirtschaftung des Objektes in Rechnung. Insbesondere bei sogenannten Centerlagen sind die Nebenkosten sehr hoch. Das beginnt bei Kosten für die Bewirtschaftung des Objektes (Hausmeister, Objektpflege, Wachdienst, Fahrstuhl- und Rolltreppen, etc.) über Centermanagement, Werbepauschalen, Kosten des Parkraums bis zur Verpflichtung für gemeinsame Werbeaktionen. Die Nebenkosten in Centerlagen können bis zu 5€ und mehr liegen. Frage alle Einzelheiten deines Mitvertrages ab und schau bitte genau hin, bevor du einen Mietvertrag unterschreibst.

Bei den Reinigungskosten gibt es zwei Modelle. Zum einen, du organisierst mit eigenen Mitarbeitern die Reinigung der Räumlichkeiten selbst oder du vergibst diese Leistung an ein Reinigungsunternehmen. Wenn du die Reinigung an eine Fremdfirma vergibst, plane in den Raumkosten den Aufwand. Wenn du die Reinigung selbst organisierst, kommen die Lohnkosten in die Personalkosten und die Reinigungsmittel in die Raumkosten. Die Reinigungskosten liegen zwischen 1,50 € und 2,50 € je qm.

Die Instandhaltungskosten kannst du zwischen 30 und 90 Cent je qm ansetzen, abhängig vom Zustand des Objektes und der Vereinbarung, die du mit deinem Vermieter triffst, für welche Reparaturen du zuständig bist und wofür der Vermieter verantwortlich ist. Bitte auch dies unbedingt vorher klären und schriftlich festhalten!

Unter sonstige Raumkosten fallen z.B. Abfallbeseitigung, Grundsteuer bei Eigentum, Schornsteinfeger, Aufwand Hausverwaltung …

Wie bei den Personalkosten, gibt es auch bei den Raumkosten Richtwerte, die du beachten solltest. Die gesamten Raumkosten, inklusive aller Nebenkosten, sollten nicht über 25% deines zu erwartendem Nettoumsatz liegen. Im Idealfall liegen die gesamten Raumkosten bei 20%.

Ausflug: Kann ich mit einem Studio und 20 € Raumkosten noch einen wirtschaftlich sinnvollen Betrieb gestalten?

Gehen wir davon aus, dass alle weiteren Kostenparameter im üblichen Rahmen liegen, dann kannst du überschlägig rechnen:

Raumosten Umsatz pro qm

100 € Umsatz pro qm heißt, bei einem Nettoumsatz von 50 € pro Mitglied zwei Mitglieder pro Quadratmeter. Zwei Mitglieder pro Quadratmeter! Dann ist das Studio gestopft voll. Um den Mitgliedern ein angenehmes Trainingserlebnis zu gewährleisten ist bei 1,4 – 1,6 Mitglieder pro qm Schluss. Das heißt, du musst wenigstens netto 75 € pro Mitglied erlösen, um auf eine vernünftige Umsatzrendite zu kommen.

Bei einem Discounter mit einem Nettoumsatz von 17 € pro Mitglied, werden fast sechs Mitglieder pro Quadratmeter benötigt.

In beiden Beispielen sind die erforderlichen Mitgliederzahlen sehr ambitioniert und wirklich Geld werden beide Studios nicht verdienen.

Im nächsten Blog schauen wir uns die Versicherungskosten und Beiträge an …

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